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Meidinger fordert klares Bekenntnis des Bundes zum Digitalpakt: »Jetzt ist auch die Bundeskanzlerin gefordert«

Sehr enttäuscht hat sich der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, darüber geäußert, dass bis dato kein klares Bekenntnis des Bundes zu dem von der Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern ausgearbeiteten Eckpunktepapier vorliegt, das die Digitalisierung der Schulen in Deutschland vorantreiben soll.

Wie die KMK-Präsidentin befürchtet auch der DPhV-Vorsitzende ein Scheitern des Digitalpakts, falls die Einlösung dieses Versprechens von den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl abhängig gemacht wird.

Meidinger lobte die grundsätzliche inhaltliche Einigung der Arbeitsgruppe, die Investitionen des Bundes in Höhe von fünf Milliarden Euro von 2018 bis 2022 in die digitale Infrastruktur vorsieht, während die Länder in die Lehrerausbildung, in die pädagogische Umsetzung und die professionelle Wartung der Geräte investieren.

»Derzeit droht diese wichtige Initiative daran zu scheitern, dass der Bund sich nicht zu dieser Einigung bekennt und damit auch der rechtzeitige Start des Digitalpakts Anfang 2018 gefährdet ist. Letztendlich ist angesichts der Bedeutung dieser versprochenen Investitionen in Deutschlands Schulen auch die Glaubwürdigkeit der Politik insgesamt infrage gestellt, sollte sich der Digitalpakt als leeres Wahlkampfversprechen herausstellen. Jetzt ist ein Machtwort der Kanzlerin überfällig!«, so der Verbandschef.

2017-09-12T14:05:59+00:00 12.09.2017|Aktuelles|