Auf ein Wort

Wegen Corona gemischte Bilanz am Jahresende

Heinz-Peter Meidinger

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

ein sehr schwieriges Jahr für die ganze Welt, für Deutschland und insbesondere für uns Lehrkräfte und unsere Schülerinnen und Schüler geht zuende. Das Weihnachtsfest steht bevor, und damit verbunden können wir innehalten und für eine Weile herausgenommen werden aus den tagesaktuellen Covid-bedingten Erschütterungen, die den Schulalltag zunehmend bestimm(t)en. Berichten möchte ich drei Dinge:

• Als Ergebnis der Tarifrunde vom 28. November wird es nun keinen Eingriff der Arbeitgeber in den sogenannten ‘Arbeitsvorgang’ geben und bis spätestens Ende März eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1300 € sowie ab 1. Dezember 2022 eine Entgelterhöhung um 2,8 Prozent erfolgen. Aber: Zwei Runden lang reagierte die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) überhaupt nicht auf die Forderungen der Gewerkschaften und gab selbst in der abschließenden Verhandlungsrunde ihre Blockadehaltung kaum auf. Das ist zu wenig Wertschätzung der TdL für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und liegt unter unseren Erwartungen und denen unserer Mitglieder! – Nun ist es so, dass durch die Gewerkschaften aufgrund der Ignoranz der TdL gegenüber den berechtigten Forderungen der Landesbeschäftigten kein besserer Abschluss zu diesem Zeitpunkt erreicht werden konnte. Für die Landesregierungen sind die Tarifabschlüsse ein Richtwert für die Besoldungserhöhungen in den jeweiligen Ländern. Deshalb ist in einem nächsten Schritt von den Landesregierungen zu fordern, diesen Abschluss mindestens systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

• So wie wir 2018 erfolgreich mit dem Deutschen Beamtenbund gegen die GEW vor dem Bundesverfassungsgericht für das Berufsbeamtentum und gegen das Streikrecht für Beamte eintreten konnten (GEW-Lehrkräfte hatten dagegen geklagt und unterlagen), so hat sich auch unser unermüdliches Eintreten für die Verbeamtung der Lehrkräfte in Berlin gegen die Interessen de GEW ausgezahlt: Jetzt wird wieder in allen (!) Bundesländern verbeamtet! Nach Sachsen wird nun auch die neue Berliner Regierung die Verbeamtung von Lehrkräften nach rund zwei Jahrzenten in der Bundeshauptstadt zum Schuljahr 2023/2024 wieder einführen! Ein großer Erfolg und ein wichtiger Baustein, die Berliner Schulbildung auf einen besseren Kurs zu bringen! Damit sind nicht alle Probleme gelöst, aber unsere Hauptforderung für die Verbeamtung der Berliner Lehrkräfte hat sich durchgesetzt!

• Erfreulich ist und bleibt Ihr Engagement für unsere junge DPhV-Imagekampagne, in der wir über die Sozialen Netzwerke, unsere Homepage und PROFIL und nun auch in einer Plakataktion am Berliner Hauptbahnhof, darstellen, wie motiviert Sie für Ihre Schülerinnen und Schüler für Ihren Unterricht sind. Hier konnten wir in unserer gemeinsamen Arbeit einen erstaunlichen Auftakt verbuchen: Allein in den ersten zwei Wochen konnten wir über Social Media über 24.000 Aufrufe erreichen. Zahlreiche Likes und viele schriftliche Rückmeldungen per Mail oder Direktnachrichten, per Foto oder postalisch zeugten zudem von Dankbarkeit, freudiger Überraschung und großer Wertschätzung für uns Gymnasialehrkräfte und unseren so wichtigen Beruf. Deshalb: Geben Sie uns gerne kurz Rückmeldung, wenn auch Sie selbst bei der Kampagne dabei sein wollen. Wir freuen uns darüber!

Verbunden im gemeinsamen Ziel für eine anspruchsvolle gymnasiale Bildung wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und gesundes Weihnachtsfest!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre
Susanne Lin-Klitzing

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