Auf ein Wort

Wir haben viel vor im Jahr 2020!

Heinz-Peter Meidinger

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

das neue Jahr, ein neues Jahrzehnt hat gerade begonnen – und schon wird in diesen Tagen das erste Schulhalbjahr 2019/2020 abgeschlossen. Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass die ‘Ressourcen’ aus der Weihnachtsruhe Sie durch den jetzigen Schulhalbjahresend-Stress tragen und dass Sie mit positivem Blick in das neue Schulhalbjahr und mit Freude in das Jahr 2020 blicken können.

Gerne möchte ich Sie an einigen ausgewählten großen und kleinen ‘Projekten’ unseres Verbandes für 2020 teilhaben lassen:

• Die Auswertung unserer großen, beim Rostocker Institut für Präventivmedizin in Auftrag gegebenen Lehrerarbeit-im-Wandel-(LaiW)-Studie ist so gut wie abgeschlossen. Gemeinsam mit den Rostocker Wissenschaftlerinnen und mit der DAK bereiten wir nun die Bundespressekonferenz vor, die im Frühjahr dieses Jahres stattfinden wird. Wir haben ein sehr dickes Brett gebohrt, das ‘dickste’, das bisher bundesweit für Gymnasiallehrkräfte überhaupt gebohrt wurde: Dass wir so viele Teilnehmende für die LaiW-Studie gewinnen konnten, ist Ihr Verdienst! Wir freuen uns, Ihnen nach der Bundespressekonferenz ausgewählte Ergebnisse in den nächsten Ausgaben von PROFIL vorzustellen zu können!

• Unser Wettbewerb, ‘Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ’, den der Deutsche Philologenverband gemeinsam mit der Vodafone-Stiftung vor über zehn Jahren initiiert hat, wird weiterentwickelt. Die Heräus-Bildungsstiftung erweitert mit uns das bisherige Konzept, in dem die Prämierung zweier ‘Säulen’, nämlich ‘guter Unterricht’ und ‘überzeugende Lehrerpersönlichkeiten’ erhalten bleiben und nun um eine weitere Wettbewerbssäule ergänzt wird. Die Heräus-Bildungsstiftung löst damit unsere bisherige gute Zusammenarbeit mit der Vodafone-Stiftung ab. Sie alle dürfen auf das Ergebnis positiv gespannt sein!

• Liebe Kollegen und Kolleginnen, Sie wissen, dass der dbb uns erfolgreich in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Klage von vier verbeamteten Lehrkräften vertreten hat, die für die GEW das Streikrecht für beamtete Lehrkräfte erreichen bzw. letztlich den Beamtenstatus für Lehrkräfte abschaffen wollten. Das Bundesverfassungsgericht hatte dies für uns erfreulich klar und eindeutig zurückgewiesen: Keine Rosinenpickerei, kein Streikrecht für Beamte, kein geringerer, kein Sonderstatus für Lehrkräfte: Lehrkräfte müssen Beamte sein und dürfen nicht streiken. Aber: Diese vier verbeamteten Lehrkräfte sind anschließend für die GEW mit ihrer Klage vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gezogen. Auch hier wird der dbb uns als anzuhörender Dritter vertreten. Eine Entscheidung wird für 2020 erwartet. Wir erhoffen auch hier ein positives Urteil in unserem Interesse.

• Noch immer ist es so, dass Kollegen und Kolleginnen, die dienstlich veranlasste Klassenfahrten ausführen, in einigen Bundesländern
– keinen vollumfänglichen Reisekostenersatz bekommen,
– nicht die Möglichkeit haben, über Schulkonten die finanzielle Abwicklung der Klassenfahrten zu vollziehen,
– teilzeitbeschäftigte, verbeamtete Lehrkräfte keinen Ausgleich für ihren Vollzeiteinsatz auf Klassenfahrten erhalten.

Wir haben über Klageverfahren in unseren Landesverbänden hinaus zu Beginn dieses Jahres eine konzertierte Presseaktion des Deutschen Philologenverbandes mit den betroffenen Landesverbänden dazu gestartet und bleiben für Sie kontinuierlich an diesem Thema dran!

In der Hoffnung, dass ich zu Beginn des nächsten Jahres davon berichten kann, dass wir nicht nur in dieser Sache mehr für Sie haben erreichen können, verbleibe ich mit tatkräftigen Grüßen an Sie für das Jahr 2020

Mit herzlichen Grüßen

Ihre
Susanne Lin-Klitzing

Anzeigen

Anzeigen