Auf ein Wort

Die Abituranstrengungen nähern sich dem Ende – die Sommerferien nahen!

Heinz-Peter Meidinger

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

seien Sie herzlich zum (nahenden) Ende aller Abituranstrengungen in diesem Jahr gegrüßt! Die einen haben es schon hinter sich, inklusive der mündlichen Prüfungen, für die anderen kommen sie noch – aber schon jetzt lässt sich wieder einmal sagen:

Auf die Gymnasiallehrkräfte ist Verlass – auch in Zeiten des Lehrkräftemangels und trotz vieler Belastungen. Insbesondere der Abiturzeitraum ist vollgepackt mit besonderen Prüfungsvorbereitungen, – durchführungen und zusätzlichen Klausurkorrekturen, mit noch mehr Schreibtischarbeit, häufig auch an den Feiertagen. Aber dann dürfen wir unsere Abiturientinnen und Abiturienten auch frohen Mutes und guten Gewissens in ihr selbst zu verantwortendes Leben entlassen – und uns an dem einen oder der anderen erfreuen, die sich nach gemachten „Lebens“-Erfahrungen wieder bei uns mit Dankbarkeit für die zurückliegende Schulzeit und ihr Abitur melden und berichten, wie es ihnen nach der Schulzeit ergangen ist und wieviel sie mitnehmen konnten, auch von dem, was sie bei uns gelernt und miterlebt haben.

Lassen Sie uns also gemeinsam auch mit Freude und Dankbarkeit auf das vergangene Schuljahr schauen, vor allem unter der Perspektive: Was haben Sie, Ihre Kollegen und Kolleginnen, Ihre Schule, Ihre Schülerinnen und Schüler nicht alles geschafft! Mit Sicherheit waren erfreuliche Bildungsgelegenheiten für alle Beteiligten dabei – und daran gilt es, sich zu erinnern, inmitten der vielen „Baustellen“, die uns leider auch in das nächste Schuljahr begleiten werden, allen voran der Lehrkräftemangel und die Gefährdung der zweiphasigen Lehrkräftebildung durch eine einphasige duale Ausbildung.

Auch als Philologenverband können wir dankbar auf das vergangene Schuljahr zurückblicken: 120 Jahre Deutscher Philologenverband liegen hinter uns, 120 Jahre Interessenvertretung der bildungs- und berufspolitischen Anliegen der Gymnasiallehrkräfte!

Wir werden nicht müde, gymnasiale Leistungsansprüche zu vertreten. Es lohnt sich nach wie vor, sich insbesondere in unserer Schulart an hohen kognitiven Leistungsansprüchen zu orientieren – für den Einzelnen, für die Entfaltung seines individuellen Leistungs- und Bildungspotentials, für seine Persönlichkeitsentfaltung wie für unsere gesamte Gesellschaft, die in dieser zunehmend komplexeren und damit komplizierter zu gestaltenden Welt Menschen braucht, die bereit und in der Lage sind, auf der Basis unserer Verfassung, durch profundes Wissen, Können und entsprechende Einstellungen und Haltungen motiviert, Verantwortung für sich selbst, ihre Nächsten und die Welt zu übernehmen!

Wir tragen mit unserem gymnasialen Erziehungs- und Bildungsauftrag dazu bei. Für die Umsetzung gibt es viele gute Beispiele. Das lässt uns nicht erlahmen – gestern nicht, heute nicht und auch morgen nicht. Weil wir gemeinsam dafür einstehen!

Ihnen wünsche ich nun die dafür nötige Kraft aus der Erholung in den kommenden Sommerferien!

Mit herzlichen Grüßen!

Ihre

Susanne Lin-Klitzing

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